von SlowRise » 10.11.2009, 22:15
Zunächst einmal ein Danke, für eure Mühe! Eure Deutungen bedeuten mir sehr sehr viel und ihr seid echte Experten. Insgesamt habt ihr auch euren Vermutungen über mich recht.
@ Windrose und catwoman:
Ich lehne diese/den Traum ja nicht bewusst ab, denn ich wünschte ich hätte sie öfter.
Es ist das erste Mal wieder, das sich überhaupt etwas Gutes im Traum gezeigt hat und sich auch noch gegen das Böse, was mich wie dunkler grauer Schleier benetzt und fest umspannt, auflehnte. Doch es hat keine Minute gedauert und das Böse hat es bekämpft. Jetzt ist wie der "Ruhe". Das "Böse" hat mich fest im Griff, es schnürt mir die Atemwege zu, unterdrückt mich, macht mich schwach und apathisch, lässt mich nicht glücklich sein, verharre nur in starker Angst. Es ist irgendwie von mir abhängig und wehrt sich aggressiv gegen "Feinde", wie im Traum geschehen. Ich wusste, hätte das Gute das Böse besiegt, hätte es damit vorbei sein können und könnt wieder aufatmen. Aber es ist in mir wieder still, leer und finster. Ich weiß nicht, wann ich das nächste Mal in Konfrontation damit gerate und die Chance darauf es zu besiegen, vielleicht erst wieder in ein paar Jahren? Die Angst ist einfach zu stark und hat mich sehr fest im Griff. Wie lange soll ich noch warten, ich bin schon so erschöpft und müde. Schon so lange irre ich umher um hoffe auf Befreiung, mein Geist ist zerstreut.
@minush
Den Dualismus habe ich von meiner sehr christlich gläubigen Mutter eingeimpft bekommen. Ich habe diese Gegensätze seit meiner Kindheit selbstständig stärker differenziert, war oft zu streng mit mir, aus der Angst heraus. Viele normale Handlungen, welche ich gerne ausgeführt hätte unterlies ich, weil ich davon überzeugt war, das dieses schlecht oder jenes gut sei. Das hat mich zu einer sehr schüchternen Person gemacht.
Mir ist mittlerweile klar, dass dies nur ein Gedankenkonstrukt ist, welches mein bisheriges Leben bestimmt hat und mich regierte. Dennoch zähle ich mich heute, nach langem Selbststudium über Gewisse Dinge zu den, wie man sagt "open minded" oder Freigeister. Ich glaube und vertraue keiner Institution mehr, stelle vieles in Frage und nehme nichts mehr einfach so hin, nur weil jemand es behauptet. Heute weiß ich, dass die Ereignisse in meiner Kindheit, die ich vorher nie in Frage gestellt hätte, meine Persönlichkeit formten. Dennoch fällt es mir, aus der Angst heraus zu schwer, mich von diesen unnötigen Altlasten und Verhaltensmuster zu befreien. Sie sind zu streng und noch so starkt. Ich weiß, nur wenn ich die Angst überwinde können sich die Guten Gefühle entfalten, kann man den Prozess irgendwie beschleunigen, warum dauert es so lange.