Guten Morgen,
ich hatte heute Morgen einen Traum, der mich verwirrt und den ich nicht verstehe...
Zum Traum:
Ich und M. waren bei ihrer Tante und M.ist komplett durchgedreht. Sie wollte mich schlagen, aber ich bin ihr ausgewichen und habe ihr gesagt, sie solle das lassen. Ich wollte vom Hof gehen als ich sah, wie sie auf ihrem Pferd ritt und immer wieder auf ihn eingedroschen hat. Ich ging zurück und schrie sie an, dass sie es lassen soll, dass sie damit aufhören soll. Da kam sie wie eine Furie vom Pferd und versuchte wieder mich zu schlagen. Ich wollte vom Hof weg, doch sie kam hinter mir her, sie war rasend vor Wut und schlug wild um sich. Ich bekam es mit der Angst zu tun, ich dachte, dass sie mich umbringen will, also holte ich mir L., eine Semesterkollegin vom Nachbarhof zur Hilfe, damit M. sich nicht traute mir etwas anzutun. L. kam mit dem Fahrrad und konnte mir auch nicht wirklich helfen. Zwar begleitete sie mich, aber ich kam nicht wirklich weg. Trotzdem fühlte ich mich auf eine Art sicherer.
Dann endete der Traum.
Zu den einzelnen Personen kann ich sagen, dass
M. mich früher geschlagen hat - ich glaube, das habe ich auch schon mal geschrieben - und dass ich die Ängste, die ich im Traum durch ihr Verhalten hatte, durchaus damals für mich real waren. Ich hatte teilweise richtig Angst, dass wenn ich nicht tue, was sie sagt, sie mich foltert oder umbringt... Gerade in Situationen, wo wir komplett allein waren und keiner meine Schreie hätte hören können. Heute Morgen ist mir auch bewusst geworden, dass ich mich ihr zu absoluter Loyalität verpflichtet fühl(t)e und das heute in meiner Ausbildung bei meiner Schulleiterin in einer Form wieder erlebe (aber abgeschwächter). Damit begleitet ist das Gefühl, nur für die Ausbildung zu leben und mich von allem anderen komplett zu isolieren...
Das Pferd von M. ist unheilbar krank, kann nicht mehr geritten werden, ein ehemaliges Hochleistungspferd, dass total überfordert wurde. Es hat, so weit ich von Erzählungen weiß, immer wieder Phasen, wo M. es fast einschläfern lassen will, aber es ist so zäh, dass es sich bis jetzt immer wieder berappelt hat. M. hat an diesem Pferd oft seine Wut rausgelassen und es ebenfalls verprügelt. Ich stand daneben und habe mitgelitten und war unfähig etwas zu sagen oder zu tun, weil M. mir vermittelt hat, dass ich wenig Ahnung von Pferden habe und sie nicht auf mich gehört hätte. Heute würde ich das nicht mehr zulassen! Wahrscheinlich habe ich im Traum dann auch so reagiert, indem ich sie anschrie, das Pferd in Ruhe zu lassen...
L. ist eine Semesterkollegin aus meiner Ausbildung, die für mich eine unglaublich warmherzige, positive Person ist! Trotzdem würde ich mich ihr eher nicht komplett anvertrauen, weil sie sehr konservativ auftritt und ein klares Bild von "richtigem" und "falschem" Verhalten hat und ich wohl mit so mancher Verhaltensweise ihr Unverständnis bekäme... Auf jeden Fall ist sie eine sehr gerechte, liebenswürdige Person, die aus meiner Sicht sehr viele männliche Stärken ausstrahlt - sie ist so der Kumpeltyp, der lieber mit Jungs abhängt und eher rauh vom Verhalten ist..
Zum Ende des Traums dachte ich, dass es nicht weiterhilft, wenn ich M. anschreie, doch ich kam überhaupt nicht an sie ran, dass ich sie in den Arm nehmen hätte können o.Ä.
Seht ihr irgendeinen Zusammenhang? Das würde mir sehr weiterhelfen!
Liebste Grüße Sed