von Crank » 12.11.2013, 16:43
Hallo Carlos,
zur Metabene müsste ich das eine oder andere Buch herauskramen. So kann ich derzeit nicht definitionsgemäß liefern.
Du meinst aber sowas: "Das Buch im Traum beschreibt auf der Metaebene, wie der Träumende versucht, Herr seines Lebensweges zu gehen.", oder?
Warum eine Straße? Nun, für Euch beide gab es nur eine Straße, diese sollte samt Familien Richtung Stadt gehen, wo Ihr vielleicht geheiratet hättet oder, falls das schon geschehen ist, Kinder haben wolltet (Der Hauptgewinn, der Weltraumflug). Ein Haus, ein Auto, wer weiß. Familie und Freunde begleiten einen auf diesem Weg und freuen sich. Warum ein Picknick? Es ist ein Innehalten, eine Rast, eine Pause, vielleicht auch in der Beziehung, die vielleicht hätte kriseln können schon früher. Dann stürzt ein Haus ein, eine Gefühlswelt. Häuser stehen oft für die eigene Gefühlswelt und ein Abriss könnte das Ende einer Liebe sein. Ich sehe es als Abriss und Einsturz, so oft verschwinden Häuser nicht im Erdboden hierzulande. Wobei, der Unterschied ist, dass sie "am Stück" noch da sind. Die Gefühle? Auch das Auto verschwindet, ein Medium um sich auf den Weg zu machen, hier vielleicht in die geplante gemeinsame Zukunft. Auch hier ist das Auto "am Stück" noch da, es besteht also eine versteckte Hoffnung. Nun, Haus und Auto sind nur in einem Erdloch verschwunden, das wird alles wieder - nicht wirklich und nicht ohne weiteres. Die anderen warnen - ich weiß nicht recht, auf welcher Ebene. Als Freunde und Familien wollte man ihnen mitteilen, dass es so nicht weiter geht, nicht weiter gehen kann. Oft wissen andere schließlich auch, was gut für einen ist. "Ihr wart doch so ein schönes Paar, sie ist doch so eine tolle Frau...". Ja, gewiss. Das "aber" ist aber nicht Kenntnisstand der anderen. Die anderen können auch Persönlichkeitsanteile sein. Das Gefühl sagt schubweise immer noch "Ja!", der Verstand warnt aber und sagt "Nein!" - alles denkbar. Der Schlund, hmmm...achso, das Ausbreiten ist Dir unklar. Mich persönlich interessiert mehr die Tiefe eines Loches, in dem ich frei falle, nicht der Durchmesser. Du aber siehst das Ausbreiten als ein Wachstum und willst wissen, von was. Ich weiß es nicht. Vielleicht fällt auch sie und das Band zwischen Euch besteht auch im Traum. Wenn ich ehrlich bin, sehe ich hier auch den Wunsch, dass es so ist. Hand in Hand und dann gemeinsam in den Abgrund fallen - schöne Idee, oder? Meint das "destruktive Beziehung"? Ich tue mal so, als wüsste ich nicht, was das sein soll! *pfeif*
Du willst vom Traum eine Antwort, wie es weitergehen soll, wie Du aus der Nummer raus kommst oder alternativ die Zeit zurückdrehen kannst und alle Fünfen zu geraden Zahlen machen kannst. Kein Vorwurf, mehr ein Spaß, ich verstehe das. Die Träume zeigen uns aber häufig nur den (unbewussten) "Ist-Zustand", ab und an einen Wunsch und manchmal auch Lösungen, die als abstraktes Bild aber mit Vorsicht zu genießen sind. Oft kann das aber ein Traum allein nicht leisten, ob man es nicht entschlüsseln kann oder ob es schlicht nicht drin steht, darüber kann man streiten. Ich kann aus diesem Traume keine Lösung ableiten, es mag aber aufschlussreich sein, weitere zu betrachten. Die Feststellung, dass ein Wunde nach Monaten verheilt sein sollte, ist vernünftig richtig, kann aber emotional völlig wertfrei sein. Der Traum zeigt Dir, dass es noch nicht verheilt ist. Der Weg aus den Wolken zum Erdboden über das Krankenhaus und die Reha zurück ins Leben dauert oft - Monate oder Jahre. Das soll Dich nicht entmutigen. Seine Träume zu betrachten kann einem helfen.
Ansonsten muss man sich über seine Gefühle klar werden und daraus Konsequenzen ziehen. Ein blöder Satz, aber aus gelegentlichem Kontakt wächst nichts Gescheites. Entweder, man sagt klar, dass man keinen Kontakt wünscht. Oder man sucht Kontakt, versucht es darüber zu verarbeiten oder noch einmal Neues auf alten Wurzeln wachsen zu lassen. Letzteres wünscht Du nicht? Nun, so erkläre Kraut zu Kraut und Unkraut zu Unkraut und jäte, grabe um, säe, gieße, dünge - schon wieder so ein langer Wege zur Ernte? Ja, aber es gibt keinen anderen in diesem Leben. Dir Richtige ist nicht die Richtige, wenn es nicht hält, nicht halten kann. Das Herz hat dazu eine andere Meinung oft, es bleibt aber nur, es woanders hin zu tragen. Das weißt Du alles auch ohne diesen Traum und ohne meine Worte. Der Traum mahnt aber an, das auch zu tun. Weil, sonst werdet Ihr weiter fallen und sich der Abgrund ausweiten. Frei vom Traum dazu gedichtet: Es ist Herbst, die Tage werden kürzer, das Fest der Liebe steht vor der Tür - eine gute Zeit, Erinnerungen zu pflegen und Depressionen auszupacken. Sollte das abwegig klingen, wäre das gut und richtig. Ich befürchte aber, es ist ziemlich so.
LG,
Frank