Moinmoin, bin gerade irritiert aufgewacht und kenn mich nicht aus, was mein Hirn da gerade produziert hat:
Im Traum war ich nochmal Schulmädchen kurz vorm Abi (1969/70), wir waren auf Klassenfahrt mit einem Bus in einer buckligen Kleinstadt mit Kopfsteinpflaster irgendwo in Mitteldeutschland, in der Nähe einer gotischen Kirche. Ich hatte den Eindruck, die Leute dort zu kennen, obwohl ich niemanden kannte. Es war dunkel, wir wollten zurückfahren, als ich zum Bus ging, fiel mir ein, dass mein Fahrradschlüssel ja im Mantel ist, den ich irgendwo hängen gelassen hatte, sagte das und lief nochmal zurück. (In meinen Gedanken stand mein Rad im Hof eines Gemeindezentrums im Berchtesgadener Land, wo ich von 1981-1994 gelebt hatte, von wo ich 1km heimradeln musste.) Also ging ich zum Pedell, die Pforte war in einem verwinkelten Barockbau (sah aus, wie beim Schloss in Salzburg, wo ich mal studierte), und fragte nach meinem weinroten Mantel (ich hatte so einen ähnlichen mal vor 30 Jahren - allerdings in braun und ich habe ihn verschenkt), die Frau (blond,um die 50, altmodische Frisur) sagte mir, man habe einen solchen gefunden, ich müsse aber weitere Angaben machen, um sicher zu gehen, dass dies auch wirklich mein Mantel sei. Also erklärte ich, dass in der Manteltasche meine Fahrradschlüssel sein müssten und Handschuhe. Nun gab man mir den Mantel anstandslos, ich zog ihn drüber, fand in der rechten Tasche ein Schriftstück, das ich vergessen hatte, und freute mich, öffnete den Brief aber nicht. Der mir bekannte Inhalt war wichtig und wertvoll. Ich spürte die Handschuhe beidseitig und links waren wie erwartet meine Fahrradschlüssel (ganz neue, die ich mir real erst vor kurzem gekauft habe). Dann eilte ich zum Bus, damit er nicht ohne mich führe. Die anderen Schüler waren in einer langen Zweierreihe vor dem Bus aufgestellt, am Bus standen Lehrer herum (ich kannte keines der Gesichter) und ringsum spazierten Passanten durch. Ich suchte meine Kameradin, mit der ich zusammengesessen hatte und erfuhr, dass sie eine Woche für ein Praktikum bei der Kirche bleibe. Sie hatte ein Zimmer im Kellergeschoss des Gemeindehauses bekommen und winkte aus dem Fenster. Da stand ich nun als Außenseiterin im Dunkeln vor der Abfahrt und dann bin ich aufgewacht.
Mir ist klar, dass ich im im richtigen Leben ein Außenseiter bin, aber was bedeuten hier der Mantel und die Schlüssel und der ominöse Brief, den die Pförtner garnicht beachtet hatten?