Hallo,
hier etwas background info:
Seit einigen Jahren spiele ich Klavier in einem Ensemble. Die anderen 2 Mitglieder sind beides Sänger, beide Ärzte von Beruf. Sie sind verheiratet. Wir planen ein Konzert mit dem Titel "America"--das ist eines "meiner Projekte". (da wechseln wir uns öfters ab). Jedenfalls, bin ich gerade dabei, das Projekt etwas nach vorne zu puschen, möchte es bis Ende April auf die Bühne bringen, obwohl das v.a. auch für mich viel Arbeit bedeutet. Die Sopranistin ist grundsätzlich was Organisation angeht mehr in der 2ten Reihe. Was das Nervenkostüm auf der Bühne angeht sind die Sopranistin und ich eher ähnlich gestrickt, der Tenor liefert fast immer "perfekt" ab. Meine Nervosität ist allerdings professioneller kaschiert als die der Sopranistin.
Hier der Traum, zu dem mir aber ein paar Lücken fehlen.
Es ging um die Plakatgestaltung für das Programm "America!". Irgendwie sollten da quasi als Borte oben quer rüber lauter kleine Figuren von der Hüfte ab sein, alle im Arztkittel. Vom Tenor ging das feedback aus, dass ich dann gar nicht abgebildet sei. Das fand ich auch nicht gut, weil ich ein 20min Solo im Programm hab (ist reell so geplant), was also doch eine große Portion ist. Dann hatte ich die Idee, man könnte meinen Kopf in die Mitte auf eine der Ärztefiguren als Fotomontage setzen. Das fand ich sehr witzig.
Jetzt wollte ich, dass die Sopranistin rechts und links von der ganzen Männchenreihe etwas seitlich steht und was mit den Armen macht, so dass der Körper eine Kurve macht, die den anderen Männchen einen Rahmen macht. Jedenfalls sollte dazu ein Foto gemacht werden, aber sie hat nicht genau verstanden, was ich wollte. also hab ich es ihr gezeigt und mich mit ihr so hingestellt. Und zwar war jetzt diese Bande die Kante eines Erdrutsches, der an verschiedenen Stellen unterschiedlich abfiel. Rechts war es sehr steil, links eher flach. Z.T. fast stufig, so dass Tiere auf den Sandflächen standen.
Ich meine, ich wäre irgendwann im Raum links so nach unten gerutscht, und zwar so, dass ich flach auf dem Bauch, mit den Füßen nach unten rutschte, also oben den Halt verlor. Das war nicht beabsichtigt, aber da waren auch irgendwie diese Stufen mit den Tieren und jedenfalls war es nicht bedrohlich. Die ganze Stelle erinnere ich nicht mehr so gut.
Jedenfalls stand ich dann am linken Rand mit der Sopranistin, um sie zu animieren den Körper zu verbiegen und die Arme fröhlich in die Luft zu strecken usw. , um für das Foto zu posen und dann sind wir zusammen abgestürzt (allerdings eigentlich rechts, nämlich am Steilhang). Ich kannte das Gelände genau (die Sopranistin nicht), und hab sie fest umschlungen. Ich hab ihr erklärt, dass wir am Steilhang sind, es sei der sog. "Bison-Steig", weil da die Bisons auf Stufen stehen. Dann wurde mir klar, die Bisons sind weiter rechts und da wo wir runterfallen ist absolut kein Halt. Also hab ich der Sopranistin erklärt, dass wir nun sterben werden. Sie hatte richtig Angst und ich konnte die Hitze in ihrem Körper genau spüren (Das Gefühl hab ich jetzt auch noch, der Traum war schon ein paar Tage her). Ich war sehr rational (was ich aber in Wirklichkeit in echten Gefahrensituationen tatsächlich bin, das hab ich schon erlebt). Ich hatte sie fest umschlungen, um sie zu schützen.
Wir kamen dann unten an, aber ich erinnere mich nicht an irgendeinen Aufprall oder so. Es war eine Landschaft wie ein etwas ausgetrocknetes Flußbett, auch a bissl Wasser, aber eben mehr Trockenheit. Jedenfalls bin ich dann aufgestanden und nach links hinten zu einem Tisch gegangen und hab gesagt, dass ich jetzt echt schauen muss, dass ich pünktlich zur Arbeit komme. Danach gings dann noch irgendwie darum, aber das weiß ich nicht mehr richtig.
Ok. Den Traum hab ich erst jetzt gepostet, weil ich heute die Sopranistin getroffen hab und ihn ihr erstmal erzählt hab. Fazit: sie fühlt sich nicht von mir in das Programm reingestoßen, hat nicht das Gefühl, dass ich sie mit irgendetwas erdrücke, kann sich selber in dem Traum nicht sehen.
So, und wat nun?
Ist die Sopranistin im Traum vielleicht der Teil von mir, der das Konzert ausführen muss, und das agierende "ich" ist derjenige Teil von mir, der plant?? Kann das sein?
Bin ich dabei, mich einen Abgrund herunter zu stürzen? Danach geht's dann weiter mit dem Alltag nach dem Motto: abgehakt. ??? Natürlich frag ich mich, ob ich das Konzert machen soll? muss ja nicht... Der Tenor meinte noch, in Träumen macht man, was man im Verborgenen machen will. Will ich die Sopranistin runterstoßen????? Ich komm musikalisch und privat bestens mit ihr aus!
Oder geht's gar nicht um das Konzert???
Würd mich sehr über feedback freuen und bedank mich schon im Vorraus.
dcb