Ratte frisst Heuschrecken

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Ratte frisst Heuschrecken

Beitragvon gladys » 07.12.2013, 13:06

Hallo zusammen,

Bisher hatte ich maximal 2 mal im Jahr einen Albtraum. Dieser hier beschäftigt mich anscheinend so sehr dass ich mich hier angemeldet habe.

Zu meiner Person.
Wegen seelischen Misshandlungen und anderen unschönen Dingen habe ich mich vor ein paar Jahren von meinem Mann getrennt. Er verkehrt mit extrem sektiererischen Leuten und schrieb mir, dass eine Frau alle Schikanen der Ehemänner still ertragen muss.

Die Scheidung sollte schon lange durch sein. Anwälte wollen streiten und damit verdienen, ich aber mag nicht streiten.Um Anwalt bezahlen zu können gerate ich immer tiefer in die Schuldenfalle. Mein Mann hat Geld und er schrieb, dass er somit Macht habe. Er bezahle mir Unterhalt oder auch nicht, was Juristen entscheiden würden, interessiere ihn nicht. Im Moment bezahlt er mir ein viertel dessen was er müsste, ich gerate überall in Bedrängnis.
Ich befragte mal einen Psychologen, wie man damit umgehen soll. Dieser sagte, es sei ein Wunder dass ich noch nie in der Psychiatrie gelandet sei, wie ich das bloss alles aushalte? Er könne mir nur raten, mich vor meinem Mann zu schützen.Ich kann mich aber nicht schützen, weil ich finaziell von meinem Ehemann abhängig bin.

Item. Nun zu meinem Traum- weiss nicht ob es einfach ein Stresstraum ist.

Bei einem Tischgespräch mit den Kindern fiel neulich das Wort "Kokosnuss"

Im Traum hörte ich shcreckliches Piepsen im Schlafzimmer.Ich machte das Licht an, sah, dass über meinem Bett eine Kokosnuss hing. Ich stellte mich auf und sah in der ausgehölten Kokosnuss eine Ratte welche gerade eine Heuschrecke frass und die anderen Heuschrecken piepsten ganz aufgeregt. (Die Heuschrecken waren sehr fett.)
Angst hatte ich keine doch angewidert von diesem Anblick löschte ich das Licht und legte mich wieder hin. Und komischerweise kommt mir der Anblick dieser Heuschrecken fressenden Ratte auch tagsüber ständig wieder in den Sinn.So lange hat mich ein Albtraum noch nie beschäftigt.

Hat jemand eine Ahnung was dieser Traum bedeuten könnte?
gladys
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Re: Ratte frisst Heuschrecken

Beitragvon Crank » 07.12.2013, 17:39

Hallo Gladys,

eine interessante Verschachtelung von Symbolen!

Heuschrecken sind eigentlich nie etwas Gutes. Sie vernichten die Ernte, verwüsten Landstriche. Sie fressen das Gute, wie auch die Heuschrecken an Börsen.

Ratten sind auch nicht positiv belegt, auch wenn manche sie halten und mögen. Historisch sind es eben doch Schmarotzer und Krankheitsüberträger und ein Mensch, den man als Ratte bezeichnet, verrät andere um des eigenen Vorteiles willen.

Soweit deckt sich das auch mit Lexika. Zur Kokosnuss fand ich wenig. Als Frucht ganz okay, liefert sie doch die köstliche Milch und das nahrhafte Fruchtfleisch - damit ist eher Schluss, wenn die Kokosnuss ausgehölt ist. Es bleibt nur die Schale, die man eigentlich nur verheizen kann, so denn man einen Ofen hat. Alternativ sehe ich in einer ausgehöhlten Kokosnuss auch sowas wie einen Kokon, eine Schutzhülle.

Dein Mann und alles, was er Dir angetan hat, könnten sich als Heuschrecken in Deinem Leben erwiesen haben. Es kostet Dich Deine Kraft, Deine Energie, Dein Geld und alles, wofür du lebst oder gelebt hast. Um die Heuschrecken los zu werden, brauchst Du die Ratte, als die sich die Anwälte erwiesen haben. Fressen die Ernte, statt sie zu schützen. Und das Töten nur einer Heuschrecke reicht nicht, wobei Dein Mann auch Angst hat, die Kontrolle über Dich zu verlieren, deswegen werden die Heuschrecken auch nicht gleich alle getötet, damit es kein Ende findet.

Das Ganze findet statt a) in einer leergefressenen Hülle, ein trauriges aber deutliches BIld oder b) in einer Art Kokon, der das verbliebene Leben (die Kinder auch als seine Früchte) schützt, der Schutzwall um das Böse, den Du aufbaust, um Dein Leben weiter leben zu können und das Böse ertragen zu können.

Ändern kannst Du das Ganze nicht. Deswegen löscht Du das Licht (auch um es mal nicht sehen zu müssen) und legst Dich wieder hin zum Schlafen. Weil es keinen Sinn macht, darüber nachzudenken und es ändern zu wollen. Fatalismus? Nein, die Gelassenheit, die Dinge zu erkennen, die man nicht ändern kann und die man deswegen ertragen muss. Das hat Dir trotz allem Deine geistige Gesundheit im Grundsatz erhalten.

Abschließend bleibt anzumerken, dass man die leere Hülle verheizen sollte. Nur wie ohne Ofen? Und es hänge ja auch noch etwas dran - das Geld, dass Du auch für die Kinder brauchst. So muss man das Üble denn wohl dulden.

LG,
Frank
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Re: Ratte frisst Heuschrecken

Beitragvon gladys » 07.12.2013, 18:27

Danke Frank für Deinen Deutung.
Wenn es so ist wie du das beschreibst dann bin ich grösstenteils erleichtert.
Hab nämlich zuvor "Ratte" gegoogelt so wie auch "Heuschrecken", doch was dort stand trifft eigentlich gar nicht auf mich zu. Heuschrecken = Flatterhaft etc.
Nun,dein Sicht was die Anwälte betrifft finde ich gut beschrieben. Sie fressen uns wirklich fast alles weg,ruinieren uns fast und das alles obwohl ich kein Krieg wünsche. Schönen Abend wünsche ich Dir
Gladys
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Re: Ratte frisst Heuschrecken

Beitragvon gladys » 10.12.2013, 00:34

Danke Almuth auch für Deine Sichtweise.

Zu diesem Satz möchte ich etwas beifügen

Wenn du dir die Fähigkeit, dein Leben selbstbestimmt zu führen, nicht langsam erarbeitest, kommst du tatsächlich nie raus aus dem „Übel“. Ein Übel wird das andere ablösen und zwar immer weiter, auch wenn die Scheidung irgendwann durch sein sollte.


Ich denke wer ein selbstbestimmtes Leben führen will braucht auch immer etwas Geld. Solange man vom Geld des Mannes abhängig ist, welcher sich nicht an Vereinbarungen hält und wenn man jeden Monat nicht weiss, wieviel er bezahlt oder ob es reicht die Miete zu bezahlen,da ist es nicht sehr einfach, selbstbestimmt zu sein. Ich bin keine Frau welche seelische Misshandlungen still erträgt so wie er und sein Anwalt das von mir verlangen.

Es gibt Situationen die ich nun mal nicht ändern kann. Nur ein Beispiel.Was soll ich tun wenn der Gegenanwalt an einer Gerichtsverhandlung dinge behauptet die nachweisbar nicht stimmen und er mir verbietet, ihm die Beweise zu erbringen, dass er Unwahres redet?
Da nützt mir mein selbstbestimmtes Leben nicht viel.
Was tun, wenn der Gegenanwalt die Sache verzögert und verzögert, auch gegen den Willen meines Mannes und der Richter mir schreibt, ich dürfe ihm nicht schreiben?
Ich selber wehre mich fast immer gegen unschöne Machenschaften, weil ich den Mut dazu noch habe. Genützt hat es bisher nichts.
Am liebsten würde ich arbeiten und unabhängig sein vom Mann, doch die Anwälte sagten, dass ich in meinem Alter ( fast 60) und nach 20 Jahren ohne Erwerbstätigkeit gar keine Chance mehr hätte und ausserdem hätte mein Mann genügend Geld um mich zu finazieren ohne dass er dabei zu kurz käme.
Ich selber wollte auch keinen Anwalt oder denselben wie mein Mann um die Sache möglichst schnell zu Ende zu führen, doch das Gericht verlangte von mir, dass ich einen Anwalt nehme. Da nützt mir meine Selbstbestimmtheit auch wieder nichts. Anordnung ist Anordnung. Solange wir nicht geschieden sind verdienen ein paar Leute an unserer Scheidung.
Nochmals ein Dankeschön Almuth und wenn Du ganz konkrete Vorschläge hast, wie ich dem ganzen spuk ein Ende setzen könnte, lass es mich wissen, ich bin dankbar für Ratschläge
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Re: Ratte frisst Heuschrecken

Beitragvon gladys » 12.12.2013, 19:11

Hallo Almuth,

da ich hier ja nicht in einem Scheidungsforum bin möchte ich nicht mehr zu weit ausholen, es ging mir ja eigentlich um die Traumdeutung. nur zu Deiner am Ende gestellten Frage, wie ich mir ein Leben ohne Mann vorstelle.

Ich bin seit bald 4 Jahren ohne Mann. Mit meinen lieben Kindern ( 18 und 20) welche sich in der normalen Ablösephase befinden, hab ich viel Spass.Da ich an vielem interessiert bin, aufgeschlossen und fröhlich, ist mir auch ohne Mann nie langweilig. Ich habe auch ein Jahr nach der Trennung eine Single Freizeitpartnergruppe ins Leben gerufen. Danke nochmals für Deine Sichtweise und Gruss von Glady s
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