Mutter, Schwester, Hunde

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Mutter, Schwester, Hunde

Beitragvon Jane01 » 06.07.2010, 21:37

Hallo allseits,

letzte Nacht träumte ich, dass ich mit meiner Mutter und meiner Schwester in einem recht schönen (mir real fremden) Haus lebte. Nur wir - ohne Vater und Brüder und wir waren alle jünger als real (wir leben schon fast 30 Jahre real nicht mehr zusammen und mein Vater ist auch schon lange tot) Es war eine schöne, sonnige Landschaft um das Haus herum zu sehen.

Ich weiß nicht mehr genau warum, aber mir lief eine Jagdhündin zu. Ein schönes Tier - "Deutsch Drahthaar". Ich nannte sie Gina. Sie sah ein wenig mitgenommen - wie nach langer Suche - aus und fühlte sich zu mir hingezogen.

Ich stand in unserem breiten, lichtdurchfluteten Flur und hatte gerade die Entscheidung getroffen, dass ich die Hündin als meine annehmen würde, da sie anscheinend niemandem gehörte. Sie orientierte sich auch die ganze Zeit an mir und wirkte als wolle sie sagen "Ich will nur zu dir und bei dir bleiben!"

Ich nahm mir vor ihr eine Leine zu kaufen, sie anzumelden usw. und war innerlich ganz happy bei der Vorstellung endlich eine eigene Hündin zu haben.

Da ging plötzlich die Tür des Badezimmers auf und meine Mutter ging im Nachthemd vorbei. Sie hatte die Hündin die ganze Zeit in dem Bad eingesperrt - nicht wirklich absichtlich, aber sie hatte einfach nicht darauf geachtet. Das Tier hatte alles vollgekackt. Ich schaute in das Bad und der ganze Boden war voller Hundeschiete auch der Badezimmerteppich. Ich sagte: "Mutti - du kannst doch nicht die ganze Zeit den Hund einsperren - die muss doch auch mal!" Meine Mutter zuckte nur die Schultern und sagte: "Dann mach das mal sauber, wenn du die behalten willst!"

Gina, die Hündin stand da etwas unsicher und die Hunde meiner Schwester und meiner Mutter (im Traum) - beides Rüden - ein Boxer und ein Schäferhund beschnupperten sie. Sie waren aber nicht böse - nur neugierig und begrüßend - meine Schwester guckte mir über die Schulter.

Innerlich dachte ich - super, Gina passt zu mir und versteht sich auch mit den anderen. Ich fühlte mich sehr froh mit dem Gedanken endlich einen eigenen Hund zu haben - mit dem ich mich voll identifizieren kann und die einfach zu mir gekommen war.

Es fühlte sich alles richtig an.

Ich rief ein paar mal den Namen der Hündin und erwachte dann.

Was könnte mir das nun wieder sagen wollen? Natürlich habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht, aber ich fände äußere Impulse sehr nett. Vielleicht fällt ja jmd. etwas dazu ein?

L.G.

Jane
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Beitragvon Tanit » 06.07.2010, 22:59

Hallo liebe Jane,

nun ich probiere mal deinen Traum zu deuten.

Also: das Haus ist , denke ich, dein Seelengehäuse, ein Teil deines Unterbewusstseins, der Dir noch fremd ist, denn im Traum war das Haus für Dich fremd. Die Sonne und die schöne Landschaft zeigt, dass dieser Teil auf fruchtbarem Boden ist, und " unter einem guten Stern" steht, ( unter dem Stern Sonne) . Das alles ist schon mal sehr positiv und gesund! ( da kannst du Dich drüber freuen! ) . In diesem Teil des Unterbewusstseins dominieren deine Weiblichen Anteile ( zu den weiblichen Anteilen gehören Mütterlichkeit, Fürsorge, Hingabe, Intuition, Gefühl usw- das habe ich auch in anderen Beiträgen schon zich mal erwähnt, die Leser werden sich freuen ;) hihi) Dieser Bereich deines " ichs" scheint noch junger, bzw neu und fremd für Dich zu sein... ( das alles versteht man vielleicht nicht immer so mit dem Verstand, mir geht es jedenfalls so. Ich will Dir auf keinen fall sagen, dass die weiblichen Eigenschaften neu für Dich sind, denn du bist ja eine Frau die diese Eigenschaften besitzt und lebt, aber es kommen andere Apsekte hinzu, es wandelt sich, es wächst etwas in Dir heran..)

Die Hündin, ist auch ein Anteil! Ein weiblicher Anteil der kämpft , jagt und großes Durchhaltevermögen besitzt. Diese Eigenschaften hast du alle in Dir, liebe Jane! und Du nimmst es auch an, du identifizierst Dich damit!

Nun kommt deine Mutter ins Spiel. Entweder unterdrückt Dich deine Mutter ( dies scheint sie unbewusst zu tun) in deiner Stärke, oder ein Anteil deiner Selbst tut das. Kann aber auch beides gleichzeitig sein.
Die Hundeschitte ist für mich ein Zeichen dafür, dass du, wenn du eingesperrt und unterdrückt wirst, dann platzt und es nicht mehr halten kannst, es kommt dann einfach alles raus. Vielleicht kommt " Scheiße" aus deinem Mund? ( bitte nicht falsch verstehen, und entschuldige die Ausdrucksart ;) ) Danach fühlst Du Dich bestimmt ganz verunsichert?

Die beiden Rüden deiner Schwester und Mutter sind wiederum dann auch Anteile, Eigenschaften von den Beiden. Rüden symbolisieren Kraft und Dominanz. Verspürst du die in der Gegenwart der Beiden? Oder es sind alles Anteile von Dir, damit meine ich, dass dann deine Schwester und Mutter im realen Leben nichts damit zu tun haben ( Gott ich weiß, klingt verwirrend) . Vielleicht traust du den beiden Rüden nicht so ganz, aber du siehst ja, sie sind harmlos.. nach dem Motto: " bellende Hunde beißen nicht" .... Deine Schwester guckt Dir über die Schulter? Im realen Leben gucken einem zB Lehrer über die Schulter... Ich empfinde dabei immer die Kontrolle der guckenden Person. Du auch?


Wie auch immer.. Ich denke, dass Du einfach die sein kannst ,die Du bist. Nämlich die Jagdhündin, frei und unabhängig! Lass dich von Mutter und Schwester nicht einschüchtern, einengen und unterkriegen! ;)

so, ich hoffe, ich konnte Dir weiter helfen?

Lg Tanit ;)
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Beitragvon Jane01 » 07.07.2010, 21:58

Hallo Tanit,

danke dir sehr. Je mehr ich von dir lese, desto begeisterter bin ich von deiner sehr positiven Ausstrahlung (auch bei anderen Beiträgen). Weiter so ;-)

Was die Deutung zu diesem - dem meinigen Traum betrifft, so brachte mir deine Deutung den Impuls, mir doch einmal die Charaktereigenschaften eines "Deutsch Drahthaar" zu betrachten. Und ja - sollte ich meinen Charakter einer "Disney-Comic-Figur" in einer Hundegeschichte leihen müssen, wäre es wohl diese Rasse *lach*...

Meine Mutter und meine ältere Schwester sind mir nah. Meine Mutter war immer schon sehr dominant und trieb mich früh aus dem Haus. Bis heute ist sie so präsent, dass man Mühe hat, sich selbst wahr zu nehmen - so laut ist sie.

In unserer Kindheit reagierte ich stets mit einem Lächeln und augenscheinlicher Einsicht, um mich dann umzudrehen und eh zu machen, was ich will, während meine Schwester sich wirklich durch meine Mutter ausbremsen ließ.

Meine Schwester und ich waren immer wie "Feuer und Wasser" - astrologisch bin ich auch Feuer (meine Mutter auch) und meine Schwester Wasser. Wir haben uns aber echt lieb und verstehen uns sehr gut, weil wir einfach Klartext reden können - wir kennen uns so gut, dass wir kein Blatt vor den Mund nehmen müssen. Hunde hatten wir als Kinder auch immer und meine Schwester hat auch real einen Boxer.

Ja und wenn man mich einsperrt, schreie ich laut "Scheisseeeeee" (permesso)

Will nur sagen - danke! Ja du warst mir behilflich!

Liebe Grüße

Jane
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Beitragvon Tanit » 07.07.2010, 23:30

Hihi, danke für dein liebes Feedback!

Freut mich sehr, dass ich Dir weiter helfen konnte! :)

Alles gute für die Zukunft du Jagdhündin Gina! :) :D
Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!
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