Dachs wird zum Teufel

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Moderator: Mirakulix

Dachs wird zum Teufel

Beitragvon WirresChaos » 18.12.2009, 21:38

Hallo,
Ich (w/18 ) befinde mich gerade in einer eher kritischen Lage. Ich habe eine Zwangsneurose, einen ekel vor allem und wahrscheinlich der Anfang eines richtigen Waschzwanges. Dies hat vor 3 Jahren angefangen ganz langsam. Ich werde bald einen Termin bei einem Psychologen machen, da dieses Problem mich sehr beschäftigt und ich auch täglich deswegen weine. Mit der Schule bin ich auch überfordert. Doch in Wenigen Tagen sind Ferien. smile
Heute Nacht hab ich sowas unheimliches geträumt, das war richtig krass. Ich habe sehr selten oder eher nie Albträume, weil ich diese immer rechtzeitig abbrechen kann ('mich aufwachen lassen') bevor sie mir zu gruselig werden.

Ich fuhr mit meiner Mutter und meiner Cousine in unserem Auto über eine Brücke. Hinter uns ein schwebendes Gefährt (ich glaube zu der Zeit befanden wir uns kurz in der Zukunft) und dahinter ein großer Panzer der Bundeswehr, oben drauf ein Mann der ausschau hielt. Ich habe wohl im Auto geschlafen, und geträumt. Ich habe einen großen See gesehen, das Wasser war grün und trüb, nur wenige Plfanzen waren zu sehen. Ich habe geschrieben "Ich will nicht immer von dem dreckigen See träumen, das bedeutet nie was gutes." Mutter und Cousine lachten mich aus.
Danach war ich in einer Disco, etwas nur eine halbe Stunde. Jemand wollte mich mit heim nehmen und schrieb mir eine SMS dass er nun gehen würde. Ich ging zum Ausgang. Ich sagte ihm dass sein Freund in der Disco wäre, also gingen wir nochmal kurz rein. Eine Menschenmasse, ein Kreis. Ein Ball fliegt herum, ich fange ihn und lass ihn fallen. Plötzlich jubeln alle, wir sind in einem Fußballstadion, wir haben gewonnen.

Später bin ich mit Mutter und anderen in einer Art Waldhütte. Wir haben einen Hund und eine Katze dabei. Ein Fuchs schleicht herum. Ich gehe vors Haus. Ein Dachs steht dort. Er verwandelt sich krampfhaft und sichtlich unter schmerzen und unfreiwillig in einen Teufel. Während er dies tut würgt es mich, ich will schreien, bringe keinen Ton heraus, niemand hört mich (das habe ich zZt in Träumen öfter). Es würgt mich weiter, ich muss mich fast übergeben. Habe Atemnot. Ich frage meine Mutter, ob sie es gesehn hat, wie ich gelitten habe. Ja sagt sie. Sieht aber kein Problem darin. Ich habe Angst.

Nun befinde ich mich hinter der Disco von vorhin, es ist helllichter Tag, ich verabrede mich mit einer Lehrerin. Sie geht in die Tiefgarage zum Auto. Ich laufe durch die stockdunkle Disco, nur ein Schein durch die Tür macht etwas Licht. Ich habe Angst rufe irgendetwas und renne durch.
Nun stehe ich vor der Disco auf einer Art Veranda, es ist plötzlich Nacht. Ein Auto fährt in eine Parklücke, am Steuer ein Boxer (Hund). Er ist braun und hat einen riesen Brustkorb. Ich bekomme schreckliche Angst und laufe davon.

Nun lies ich mich 'aufwachen'.
Noch immer rast mein Herz wie nochwas. Habe Angst wieder einzuschlafen, und an der gleichen Stelle weiterzuträumen. Bleibe ein Paar Minuten wach und schlafe wieder ein.


Ich fand den Traum so strange, ich würde gerne wissen was ihr dazu meint.

Liebe Grüße
:)
Ich bin Enttäuschung und Vergangenheit, all die nicht gelebten Träume..
WirresChaos
Träumerle
 
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Beitragvon catwomen » 25.12.2009, 15:00

Hallo

In deinem Traum geht es hauptsächlich um die Beziehung zwischen dir und deiner Mutter!
Zwischen euch beiden gibt es Probleme, die mit deinem Erwachsen,
werden – sein zu tun haben?
Fordert sie wie früher Gehorsam von dir, gegen die du dich zu wehren versuchst, mit mehr oder weniger Erfolg?

Hast du Ideen und Vorstellungen von ihr übernommen, die nach einigem Nachdenken deinerseits nicht zu dir passen?
(Könnte sich evt. um Beruf, Verhalten oder Freizeit handeln).

Welche „Leistungen“ bist du bereit zu zeigen und sie auch zu erfüllen?
Wo bist du bereit, nachzugeben und wo nicht?

Es geht hauptsächlich um dein Bedürfnis nach Freiheit, die du zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fähig bist zu leben.
Es wird dir zunehmend bewusst, dass du Zwängen ausgesetzt bist, die du so nicht mehr akzeptieren willst!
(hiermit ist nicht der Waschzwang gemeint, er ist nur das sichtbare Zeichen dafür)
Du stehst am Anfang eines neuen Lebensabschnitts vor dem dir evt. unbewusst bange ist.

Auf jeden Fall sehnst du dich danach deine eigene Persönlichkeit entfalten zu können.

Du sollst dich fragen, nach Aussage deiner Seele, in welcher Gruppe von Menschen,
(Tanzkurs, Sportverein, usw.) würdest du gerne mitmachen, wo würdest du dich gern einfügen.
Was würde dich freuen?

Dabei darfst du aber nicht außer Acht lassen, dich so zu geben, wie du bist, versuche nicht klüger zu erscheinen,
(damit würdest du dir selbst innerhalb einer Gruppe nur schaden!)

Denke über die Hemmungen und Selbstzweifel nach, die dich daran hindern könnten diesen neuen Weg zu gehen.
(du bist damit nicht allein, viele junge Leute leiden darunter)

Denke darüber nach, wo und bei wem du dich ins Unrecht setzt.
Könnte sich evt. um deine Cousine handeln.

Auch wenn dir zum jetzigen Zeitpunkt vieles nicht bewusst sein dürfte, die Seele schöpft aus deinem Unterbewusstsein, was unbewusst bedeutet, wäre es dir bewusst, hättest du diesen Traum nicht bekommen, deswegen laß dir Zeit und denke wenn du möchtest in Ruhe über die Hinweise deiner Seele nach!

Liebe Grüße catwomen
catwomen
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